Berühmte Frauen: 10 bewundernswerte weibliche Vorbilder

Einzigartige Frauen und Männer haben schon immer mit ihren Taten zahlreiche Generationen inspiriert. Leicht bemerkt man, wie relativ unbedeutend die eigenen Probleme im Vergleich zu den Hindernissen sind, die außergewöhnliche Persönlichkeiten fast immer überwinden müssen. Und für Frauen sind diese Hürden damals wie heute oftmals höher.


Spannende und inspirierende Videos, die zum Nachdenken anregen. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

 


Auch wenn die meisten Menschen nicht in den Weltraum fliegen oder Fußballweltmeister werden, können sich Frauen wie Männer die folgenden Damen zum Vorbild nehmen. Sie haben gezeigt, wie sehr sich Ausdauer und Ehrgeiz auszahlen:

1. Hedy Lamarr

Hedy Lamarr, eigentlich Hedwig Eva Maria Kiesler, war eine weltbekannte Schauspielerin, deren Karriere in den 1940er-Jahren ihren Höhepunkt erreichte. Jedoch wissen wahrscheinlich viele Menschen nicht, dass die erfolgreiche Schauspielerin gleichzeitig eine Erfinderin war. Während des 2. Weltkriegs entwickelte sie mit dem befreundeten Komponisten George Antheil eine schwer zu störende Funkfernsteuerung für Torpedos und erfand dabei das „Frequenzsprungverfahren“, das heute unter anderem für Bluetooth und WLAN-Verbindungen genutzt wird.

©Wikimedia/Hedy Lamarr in The Heavenly Body 1944.jpg/Employee(s) of MGM/

2. Walentina Tereschkowa

Walentina Wladimirowna Tereschkowa flog als erste Frau überhaupt in den Weltraum. Weil ihr Vater im finnischen Winterkrieg umgekommen war, wuchs sie allein mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in der mittelrussischen Stadt Jaroslawl auf. Sie arbeitete vor ihrer Zeit als Raumfahrerin in einer Fabrik für Autoreifen und in einer Spinnerei. Nebenbei besuchte sie die Abendschule und erwarb als 23-Jährige ein Technikerdiplom. Im Jahr 1962 durfte sie nach einer bestandenen Aufnahmeprüfung ihren Traum verwirklichen und Kosmonautin werden. Schon ein Jahr später, am 16. Juni 1963, flog die damals 26-Jährige als erste Frau ins Weltall.

©Wikimedia/RIAN archive 612748 Valentina Tereshkova.jpg/Alexander Mokletsov / Александр Моклецов/CC BY-SA 3.0

3. Katharina II., die Große

Die weltberühmte russische Zarin Katharina II., genannt „die Große“, wurde 1729 in Stettin geboren. Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst, so ihr Taufname, heiratete 1745 den russischen Thronfolger Großfürst Peter Fjodorowitsch und lebte seitdem in Russland. Mit Raffinesse ergriff sie die Zarenkrone und wurde zur einzigen Herrscherin, die den Beinamen „die Große“ erhielt. Sie war sehr intelligent, musisch und eine ehrgeizige Staatsfrau, die Geschichte geschrieben hat. Sie reformierte und vergrößerte Russland und untermauerte damit dessen Status als Großmacht.

@Wikimedia/Grand Duchess Catherine Alexeevna by L.Caravaque (1745, Gatchina museum).jpg/Louis Caravaque

4. Stephanie Ann „Steffi“ Jones

Die in Frankfurt am Main geborene Steffi Jones ist eine ehrgeizige Sportlerin, die im Vereinsfußball mehrfach deutsche Meisterin, einmal DFB-Pokalsiegerin, UEFA Women’s Cup-Siegerin und US-Meisterin wurde. In der Nationalmannschaft holte sie einmal den Weltmeisterpokal und wurde dreimal Europameisterin sowie zweimal Olympiadritte. Neben ihrer Aktivität als Sportlerin avancierte sie später zur Direktorin beim Deutschen Fußball-Bund und wurde Bundestrainerin der deutschen Frauennationalmannschaft.

©Wikimedia/Übergabe DFB-Pokal an Botschafter Toni Schumacher und Janus Fröhlich-6606.jpg/Raimond Spekking/CC BY-SA 4.0

5. Fei-Fei Li

Fei-Fei Li, 1976 geboren, stammt aus Peking, wanderte jedoch als Jugendliche mit ihren Eltern in die Vereinigten Staaten aus. Im Jahr 1999 schloss sie ihr Studium der Physik an der Universität Princeton ab und promovierte in Telekommunikationstechnik. Von 2013 bis 2018 arbeitete sie als Direktorin des Stanford „Artificial Intelligence Lab“ (auf Deutsch etwa: Labor für künstliche Intelligenz). Sie gilt bis heute als absolute Koryphäe auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz.

©Wikimedia/Fei-Fei Li at AI for Good 2017.jpg/ITU Pictures/CC BY 2.0

6. Beatrice Fihn

Beatrice Fihn ist eine schwedische Anwältin und Aktivistin für die weltweite Abschaffung des Einsatzes von Atomwaffen. Sie wurde Direktorin der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und gewann 2017 zusammen mit Setsuko Thurlow, einem Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima, den Friedensnobelpreis.

©Wikimedia/Global Parliamentary Appeal for a Nuclear Weapons Ban (cropped).jpg/ICAN-Australia/CC BY-SA 4.0

7. Peggy Whitson

Die ehemalige NASA-Chefastronautin Peggy Whitson ist Biochemikerin und wuchs auf einer kleinen Farm in Iowa (USA) auf. Sie war die erste Astronautin, die zweimal die Internationale Raumstation befehligte. Außerdem hat sie über 665 Tage im Weltraum verbracht – länger als jeder andere Astronaut der NASA.

©Wikimedia/Jsc2009e146742.jpg/NASA/CC BY-SA 3.0

8. Helen Keller

Hellen Keller hat trotz ihrer schwerwiegenden Behinderungen Großartiges geleistet. Obwohl sie als gesundes Mädchen auf die Welt gekommen war, verlor sie wohl aufgrund einer Krankheit ihr Seh- und Hörvermögen. Trotzdem schloss sie als erster taubblinder Mensch ein künstlerisches Universitätsstudium ab und arbeitete noch viele Jahre als erfolgreiche Schriftstellerin sowie als Frauenrechtsaktivistin.

©Wikimedia/Helen KellerA.jpg/Unknown author/

9. Amelia Earhart

Die US-amerikanische Luftfahrtpionierin und Autorin Amelia Mary Earhart kam am 24. Juli 1897 zur Welt. Als erste weibliche Pilotin flog sie allein über den Atlantik. Sie stellte viele andere Rekorde auf, schrieb Bestseller über ihre Flugerfahrungen und war maßgeblich an der Gründung von „The Ninety-Nines“ (auf Deutsch etwa: der Club der Neunundneunzig) beteiligt, einer US-amerikanischen Pilotinnenvereinigung. Am 2. Juli 1937 verschwand sie auf ihrem letzten Flug spurlos – sie wollte als erster Mensch den Äquator umrunden und stürzte vermutlich über dem Pazifischen Ozean ab.

©Wikimedia/Earhart.jpg/Copyright by Underwood and Underwood (not renewed)

10. Fiona Kolbinger

Völlig überraschend gewann Fiona Kolbinger 2019 als erste Frau den „Transcontinental Race“, das längste Langstreckenrennen quer durch Europa. Dabei ist Fiona eigentlich eine Amateurradlerin, die Medizin studiert hat und mittlerweile als Ärztin arbeitet. Sie beendete das ca. 4.000 km lange Rennen vom bulgarischen Burgas ins französische Brest nach 10 Tagen, 2 Stunden und 48 Minuten. Sie erreichte das Ziel 6 Stunden vor dem Zweitplatzierten.

 
 
 
 
 
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Was für inspirierende Frauen! Daran kann sich wirklich jeder ein Beispiel nehmen. Es folgen Links zu weiteren interessanten Artikeln und Galerien über bewundernswerte Frauen:

Vorschaubilder: ©Wikimedia/Employee(s) of MGM ©Wikimedia/Alexander Mokletsov / Александр Моклецов

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