Corona: Spontane Nachbarschaftshilfe findet viele Nachahmer

Hamsterkäufe, Ausgangssperren, überfüllte Krankenhäuser – die Corona-Krise hält die ganze Welt in Atem. Leider versuchen nicht wenige Menschen, aus dieser Situation Profit zu schlagen, indem sie beispielsweise Desinfektionsmittel horten, um es teuer zu verkaufen. Andere leeren panisch die Supermärkte und verursachen infolgedessen Knappheiten, unter denen viele besonnen gebliebene Bürger zu leiden haben.

Glücklicherweise finden sich auch positive Beispiele von Menschen, die sich in dieser Krise vorbildlich verhalten. Eines dieser Vorbilder ist Jessica König aus Potsdam, die eine Art Nachbarschaftshilfe organisiert hat. Sie erstellte auf Facebook die Gruppe „Quarantänehilfe Potsdam“ mit der gegen die Folgen der Corona-Krise angekämpft werden soll.

Mitglieder der Gruppe bieten Menschen, die unter Quarantäne stehen, Unterstützung an. Weil ältere Menschen häufig nicht besonders viel Erfahrung mit dem Internet haben, hängen die meist jüngeren Helfer Zettel in den Hausfluren aus.

Beispielsweise erledigen sie Einkäufe, betreuen Kinder oder geben einfach das Gefühl, dass es im Notfall jemanden gibt, der zu Hilfe kommt. Aber auch untereinander unterstützen sich die Gruppenmitglieder und schaffen damit das Fundament eines organisierten Hilfsnetzes.

Erfreulicherweise ist diese Aktion nicht nur auf Potsdam beschränkt, auch in anderen Städten wie Berlin oder Wien haben Freiwillige auf ähnliche Weise eine Nachbarschaftshilfe organisiert.

Auf jeden Fall eine bewundernswerte Aktion, die hoffentlich noch viel mehr Nachahmer findet. Mit diesen einfachen Mitteln kann vielen Menschen einfach und unkompliziert geholfen werden, bis diese schwierige Zeit überstanden ist.

Kommentare

Auch interessant