Frau erklärt, warum die Eltern ihres Exmanns sie noch lieben

Eine Scheidung ist ernsthafte Angelegenheit, die in einen veritablen Rosenkrieg münden kann. Vor allem die Kinder leiden darunter, wenn nach einer Trennung beide Ex-Partner und deren Familien miteinander verfeindet sind. Wie schön, dass es auch anders geht. Das belegt zum Beispiel die persönliche Geschichte der Vloggerin Kristina Kuzmic aus den Vereinigten Staaten.

Sie hat sich von ihrem damaligen Ehemann getrennt, wollte aber nicht in einen nervenaufreibenden Konflikt mit ihm und seiner Familie geraten. In einem Facebook-Beitrag beschrieb die junge Frau, wie es dazu kam, dass sie weiterhin ein sehr gutes Verhältnis mit den Eltern ihres Ex-Mannes pflegt:

 
 
 
 
 
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„Die Eltern meines Ex-Manns waren nicht begeistert, dass ich mich von ihrem Sohn trenne. Kurz nach der Scheidung bin ich zu ihnen gefahren und führte mit ihnen ein sehr langes, offenes, schwieriges, unangenehmes, wunderschönes und heikles Gespräch. Wir kamen daraufhin überein, niemandem die Schuld zuzuschreiben, niemanden zu verurteilen oder sich nicht zu beschweren. Wir haben nur über das Wichtigste gesprochen: die Kinder.

 
 
 
 
 
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Wir haben uns dazu entschieden, unsere Differenzen beizulegen, unseren Stolz herunterzuschlucken und uns aufs Wesentliche zu konzentrieren. Nämlich auf die Familie, auf Vergebung und Liebe. Mir ist vor allem ein Telefonat aus der Anfangszeit noch im Gedächtnis, das besonders war. Die Atmosphäre zwischen seiner Mutter, meinem Ex-Mann und mir war noch ziemlich gespannt. Doch seine Mutter sagte: 'Nun, du bist im Grunde nicht mehr meine Schwiegertochter. Deshalb betrachte ich dich jetzt als meine Tochter.' – Seit diesem Gespräch hat sie mich auch so behandelt.

Heute war wieder Erntedanktag, den wir bei ihr gefeiert haben. Ich war und bin immer willkommen. Als ich damals meinen jetzigen Ehemann kennenlernte, dachte ich eigentlich, dass ich von nun an keine Einladungen mehr bekommen würde. Aber nein, sogar mein Ehemann darf mich begleiten. Seit Jahren ist das mittlerweile so, dass wir uns alle während der Feiertage treffen. Heute haben wir wieder als eine große Familie am Tisch gesessen und das Essen genossen.

Heute hat mein Ehemann der Mutter meines Ex-Manns dabei geholfen, den Tisch zu decken und alles aufzuräumen – wie jedes Jahr. Heute habe ich dabei zugehört, wie mein jetziger Ehemann und mein Ex-Mann über Arbeit, Sport und Kindererziehung gesprochen haben. Heute habe ich gesehen, wie mein Ex-Mann mit meinem Sohn aus zweiter Ehe Superhelden gespielt hat. Heute ging es um die wirklich wichtigen Dinge und nicht um völlig vermeidbares Drama.

Sich scheiden lassen, wieder heiraten oder das Sorgerecht teilen – das ist alles nicht einfach. In gewisser Weise ist das der schwierigste Teil meines Lebens. Aber die schwere Arbeit und unser Motto – 'Kinder zuerst, Ego zuletzt' – hat sich wirklich ausgezahlt. Das war es wirklich wert.“

 
 
 
 
 
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Was für ein schönes Ende! Sinnlose Streitereien in den Nachwehen einer Beziehung führen zu gar nichts, außer zu unnötigem Stress auf beiden Seiten. Wie schön, dass Kristina die Scheidung von ihrem damaligen Mann so gut handhaben konnte.

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