Erster Mann mit Down-Syndrom schafft Ironman-Triathlon

Chris Nikic ist ein ganz besonderer Sportler. Obwohl der 21-Jährige mit dem Down-Syndrom geboren wurde, meisterte er nun den härtesten Triathlon der Welt. Eine Höchstleistung, die ihm sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde einbrachte.


Hier sind emotionale Geschichten, die dich wirklich inspirieren. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

 


Chris Nikic kommt am 10. Juni 1999 mit dem Down-Syndrom auf die Welt. Die Ärzte teilen den Eltern des Jungen bereits kurz nach der Geburt mit, dass ihm ein Leben im Rollstuhl bevorstehen werde. Eine Prognose, mit der sich Vater Nik Nikic und vor allem Chris selbst einfach nicht abfinden können. Und so lernt Chris entgegen allen Erwartungen mit drei Jahren das Laufen und beweist allen Zweiflern zum ersten Mal, dass man seinen starken Willen niemals unterschätzen sollte.

„Bei seiner Geburt sagten sie uns, dass er sich niemals selbst die Schuhe würde binden können“, erinnert sich Vater Nik in einem Interview.

 
 
 
 
 
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Chris wächst in einer sportbegeisterten Familie auf und vergöttert seine große Schwester Jacky, die ihren kleinen Bruder an ihre Lieblingssportart, den Basketball, heranführt und ihn immer wieder dazu animiert, über sich selbst hinauszuwachsen. Gemeinsam mit Vater Nik beginnt Chris schließlich im November 2019, für kleinere Marathons zu trainieren, und bringt schon bald die ersten Medaillen nach Hause.

„Ich habe im November 2019 mit einem Push-up, einem Sit-up und einer Kniebeuge begonnen. Mittlerweile bin ich bei 124!“, verrät der heute 21-Jährige in einem Interview stolz.

 
 
 
 
 
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Und auch Nik ist unfassbar stolz auf seinen Sohn, der sich allen Prognosen zum Trotz zu einem waschechten Sport-Ass entwickelt hat, und verrät in einem Interview, welches große Ziel sich Sohn Chris für die Zukunft gesetzt hat:

„Chris ist von einem zerbrechlichen Kind mit Down-Syndrom, das ständig krank war und das wir beschützen mussten, zu jemandem geworden, der bald einen Ironman bestreiten wird.“

Doch für Chris ist dieses Unterfangen eine ganz besonders große Herausforderung, denn der 21-Jährige leidet zusätzlich an Muskelhypotonie, einem Mangel an Muskelstärke und Muskelspannung. Chris muss also viel härter trainieren, um den berüchtigten und gefürchteten Ironman-Triathlon von über 226 Kilometern bestehen zu können. Er trainiert drei Stunden täglich und das an sechs Tagen in der Woche – das Ziel, Ironman zu werden, immer vor Augen.

 
 
 
 
 
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Am 9. November 2020, genau ein Jahr nach Beginn seines Trainings, tritt Chris als erster Teilnehmer mit dem Down-Syndrom beim Ironman Florida an. Um den Triathlon zu bestehen, muss er eine Strecke von 226 Kilometern innerhalb von 17 Stunden zu Fuß, mit dem Fahrrad und im Wasser zurücklegen. Eine Herausforderung, die selbst die stärksten Athleten der Welt an ihre Grenzen bringt, doch davon lässt sich Chris nicht einschüchtern. Nach 16 Stunden, 46 Minuten und 9 Sekunden passiert er die Ziellinie und wird für diese Meisterleistung von seiner Familie, den Zuschauern und anderen Teilnehmern gebührend gefeiert.

„Es ist meine Aufgabe, zu beweisen, dass ein Mensch mit Down-Syndrom in der Lage ist, jede Herausforderung zu meistern“, erklärt der neugeborene Ironman selbstsicher in einem Interview.

 
 
 
 
 
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Und selbstbewusst darf Chris auch sein, denn so schnell macht ihm das wohl keiner nach. Mit seinem bestandenen Ironman-Triathlon hat der 21-Jährige nämlich nicht nur eine bedeutende Medaille mehr in der Vitrine, er hat auch ganz nebenbei einen Guinness-Weltrekord aufgestellt: als der erste Mensch mit Down-Syndrom, der einen Ironman-Triathlon erfolgreich absolvieren konnte. Doch viel wichtiger ist Chris, dass er der ganzen Welt damit zeigen konnte, wozu Menschen mit Down-Syndrom tatsächlich fähig sind und dass man sie niemals unterschätzen sollte.

 
 
 
 
 
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Chris Nikic hat Sportgeschichte geschrieben und bewiesen, dass man alles schaffen kann, wenn man nur fest genug an sich selbst glaubt und gewillt ist, jeden Tag hart an sich zu arbeiten.

Weitere Artikel über Menschen, die zeigen, dass man auch mit dem Down-Syndrom alles erreichen kann, wenn man nur unerschütterlich an sich selbst glaubt:

Vorschaubild: ©Instagram/chrisnikic

Quelle:

foxnews,

Vorschaubild: ©Instagram/chrisnikic

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