Juristin von Kindern „gerettet“, die in ihrem Pool badeten.

Die brasilianische Juristin Débora Oliveira aus São Miguel dos Campos war am Boden zerstört, nachdem sie wirklich schlechte Neuigkeiten erreicht hatten: Die junge Frau war an einer wichtigen Anwaltsprüfung gescheitert. Fünf Jahre hatte sie sich intensiv darauf vorbereitet – vergeblich.

Débora war nach diesem Fehlschlag in Tränen aufgelöst und wollte sich nicht einmal für eine zweite Prüfung anmelden, um vielleicht beim nächsten Versuch zu bestehen. Ihr Selbstvertrauen war völlig erschüttert. Débora konnte sich nicht vorstellen, wie sie aus dieser Krise wieder herauskommen sollte.

 
 
 
 
 
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Die Rettung kam in Form eines unerwarteten Besuchs: „Es klingelte an meiner Tür. Ein Mädchen fragte über die Sprechanlage, ob ich etwas zu essen hätte. Ich habe schnell ein kleines Essenspaket vorbereitet, das ungefähr ein Kilo wog, und ging zur Haustür. Fünf Kinder standen vor meiner Schwelle, ein Mädchen und vier Jungen“, erzählt die junge Frau.

Die Kinder fragten Débora, ob sie in ihrem Pool baden dürften. Die junge Frau erwiderte, dass er schmutzig sei, aber davon ließen sich die Kleinen nicht beeindrucken. Das Grüppchen erklärte, dass das niemanden störe. Ja, die fünf würden als Gegenleistung sogar Déboras Pool und Garten sauber machen, wenn sie bei ihr baden dürften.

Instagram/deboraoliveira_projetojunior

Débora konnte nun nicht mehr anders, als sie in ihr Haus zu lassen, auch wenn sie natürlich nicht vorhatte, den Kindern einen Putzlappen in die Hand zu drücken. Auf dem Weg zum Schwimmbecken staunten die Kleinen nicht schlecht, in welch schönem Haus Débora wohnte.

„Tante, du musst aber sehr reich sein … Das ist das größte Haus, in dem ich je war … Du siehst wie eine Schauspielerin aus und hast so blonde Haare“, hörte Débora die Kinder sagen.

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Besonders herzzerreißend war jedoch die Frage des kleinen Mädchens: „Darf ich nach dem Baden dein Shampoo benutzen? Manchmal öffne ich im Supermarkt die Shampoo-Flaschen und schnuppere daran, denn meine Mutter kann sie sich nicht leisten.“ Das war für Débora zu viel. Während die fünf im Pool ihren Spaß hatten, dachte sich Débora eine Entschuldigung aus und ging schleunigst in ihr Schlafzimmer, wo sie in Tränen ausbrach.

Der jungen Juristin wurde in diesem Moment bewusst, auf welch hohem Niveau sie sich beklagte. Trotz ihrer gescheiterten Prüfung hatte sie in ihrem Leben viel erreicht: Sie besaß einen Hochschulabschluss, arbeitete im öffentlichen Dienst und wohnte im besten Viertel der Stadt.

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Im Gegensatz dazu waren ihre fünf kleinen Gäste schon begeistert, weil sie einmal in ihrem schmutzigen Pool baden durften. Débora musste sich an ihre eigene Kindheit erinnern. Noch als kleines Mädchen war auch sie arm gewesen und hatte Eier auf der Straße verkauft. Nie hätte sie sich damals vorstellen können, eines Tages ein schönes, großes Haus zu besitzen.

 
 
 
 
 
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Nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, machte Débora den Kindern Nudeln mit Wurst und Tomatensoße. Alle aßen nach ihrem Badevergnügen mit großem Hunger und waren überglücklich. Aus ihren fröhlichen Gesichtern konnte man klar ablesen, dass sie seit Langem keine richtige Mahlzeit gehabt hatten.

 
 
 
 
 
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Diese vielen Kleinigkeiten waren es, die Débora tief bewegten und aus ihrer Krise herausholten. Schließlich verabredete sie sich mit den Kindern, denn eines der fünf hatte bald Geburtstag. Tatsächlich kamen sie Débora einige Tage später wieder besuchen.

 
 
 
 
 
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Dieser unerwartete Besuch hat die junge Juristin an die wichtigen Dinge im Leben erinnert. Ihr wurde bewusst, wie gut sie es eigentlich hat und dass eine gescheiterte Anwaltsprüfung nicht das Ende der Welt ist.

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