Mutter ist wütend, nachdem sie Schulfoto von Sohn findet.

Es gibt unangenehme Dinge im Leben, die sich leider kaum vermeiden lassen. Fototermine gehören für viele Menschen verständlicherweise dazu. Die Gründe liegen auf der Hand: Man muss sich vorher in unbequeme Kleidung zwängen, während der Aufnahmen eine gefühlte Ewigkeit stillhalten und ein künstliches Lächeln aufsetzen, nur um letztlich ein meist peinliches Bild in den Händen zu halten.

Auch der 5-jährige Andrew Miles musste diese lästige Prozedur vor einigen Wochen über sich ergehen lassen, denn ein Schulfoto stand an. Der kleine Junge machte das Beste aus diesem langweiligen Pflichttermin. Nachdem das Foto entwickelt war, nahm er die Abzüge mit nach Hause.

Andrews Mutti, Stronajai, staunte aber nicht schlecht, als sie die Aufnahmen zufällig entdeckte: „Ich bin gerade so sauer! Das hier habe ich in der Schultasche meines Sohnes gefunden!“, schrieb sie auf Facebook. Die junge Mutter konnte kaum glauben, was sie da sah.

Ihr lebenslustiger Sohn machte auf dem Foto eine sehr merkwürdige Pose: Er saß mit aufgerissenem Mund und zur Seite gebeugt vor einem Naturhintergrund. Stronajai hatte den Fototermin in der Schule noch anders in Erinnerung. Sie hatte ein seriöses Bild erwartet und dachte zunächst, dass es sich um einen Scherz handle.

„Ich habe die Fotoagentur benachrichtigt, um herauszufinden, was los war und wie es dazu kam. Sie hätten mir doch gleich mitteilen können, falls mein Sohn nicht mitgemacht hat. Nun gut, das werde ich bald herausfinden. Ich weiß, dass die Agentur gute Fotografen hat. Da haben die sich aber was geleistet“, schrieb die aufgewühlte Mutter in einem Facebook-Beitrag.

Als Stronajai ihren Sohn nach dem Bild und seiner Grimasse fragte, sagte Andrew, dass er dazu einfach Lust gehabt habe. Niemand habe ihm vorgeschrieben, solch ein Gesicht zu machen. Wenige Zeit später erfuhr die junge Mutter des Pudels Kern.

Die Agentur antwortete, dass es zu ihrer Philosophie gehöre, den Kindern mehr Freiheiten zu geben. Die Bilder sollen die natürliche Seite der Kinder deutlich machen – offenbar war das keine schlechte Idee. Stronajai hatte nämlich das Schulfoto ihres Sohnes auf Facebook veröffentlicht und die Reaktion darauf war überwältigend: So gut wie alle Kommentatoren fanden die Aufnahme mehr als gelungen.

Eine Mutter kommentierte das Foto beispielsweise so: „Solche Bilder bewahrt man für immer auf. Ich habe einen ganzen Stapel Fotos von meinem Sohn in „normaler“ Pose. Auf denen grinst er aber so unnatürlich wie ein Verrückter. DAS sieht lächerlich aus.“

Ein andere Frau schrieb: „Als mein jüngster Sohn noch klein war (er wird 19), hat man uns seine Schulfotos nach Hause geschickt. Die Agentur hatte die Bemerkung beigefügt, dass sie ihn nochmal fotografieren wolle. Er lächelte nämlich ziemlich blöde, die Hälfte seiner Zähne war nicht zu sehen, seine Haare standen wirr vom Kopf ab und sein Gesicht war schmutzig. Keinesfalls, dachte ich. Diese Bilder haben ihn genau richtig eingefangen. Das war der kleine Junge, an den ich mich immer erinnern werde.“

Diese liebenswürdige Resonanz hat Stronajai dann doch umgestimmt. Sie sieht es jetzt mit Humor und wird die Fotos behalten. Es muss nicht alles in eine Schablone gepresst werden, das hat die junge Mutter gelernt. Wer könnte ihr da widersprechen?

Quelle:

boredpanda,

yahoo

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