Kater hilft alter Hündin mit Demenz.

Unsere Haustiere werden immer älter. Sie müssen nicht als Nutztiere arbeiten und bekommen zudem nicht nur Essensreste, sondern spezielles Futter: Das hat dafür gesorgt, dass sich die durchschnittliche Lebenszeit unserer geliebten Vierbeiner allein seit den 1980ern bei Hunden um ein Jahr und bei Katzen sogar um drei Jahre erhöht hat.

Das bedeutet allerdings auch, dass die Tiere wie wir Menschen im höheren Alter an immer mehr Zipperlein zu leiden haben. Im Falle dieser betagten Hündin kümmert sich jedoch nicht nur das Frauchen liebevoll um sie, sondern auch ein ganz besonderer vierbeiniger Gefährte.

Die japanische Twitter-Userin Hidamaribiyori hat eine Hündin und einen Kater, die sie beide über alles liebt. Die Hündin hört auf den Namen Shino und ist 18 Jahre alt, Kater Ku ist 7 Jahre alt. Beide hatten auf der Straße gelebt, bevor sie von der Frau aufgenommen wurden. Laut Frauchen hat sich Ku auf den ersten Blick in Shino verliebt.

Shino war zunächst genervt von Kus intensiver Zärtlichkeit, doch schon bald teilten beide eine tiefe Zuneigung zueinander. Doch leider wurde bei der alten Hündin vor 3 Jahren Demenz festgestellt. Sie kann seitdem nicht mehr allein stehen und richtig laufen, wie man in diesem Video sieht:

Infolge der Demenz läuft Shino immer wieder um dieselbe Stelle im Kreis. Ku stellt sich vor die Hündin: einerseits, um sie vor dem ziellosen Herumwandern abzuhalten, andererseits, um sie vor dem Hinfallen zu bewahren und um ihren Kopf zu stützen, den sie selbst kaum noch aufrecht halten kann. 

Der Kater hat Shinos merkwürdiges Verhalten schon lange vor der Diagnose des Tierarztes bemerkt. Der einfühlsame Stubentiger holte immer das Frauchen herbei, wenn die alte Hündin wieder einmal ohne triftigen Grund umherwanderte. Das kluge Tier kümmert sich rund um die Uhr um die demente Hündin – selbst wenn diese schläft.

Sobald Ku bemerkt, dass Shinos Kopf vom Kissen fällt, schiebt sie ihn wieder in die richtige Position, damit das Tier im Schlaf keine Atemprobleme bekommt.

Die beiden lieben sich wie ein richtiges Paar, auch wenn sie verschiedenen Spezies angehören. Ku überhäuft seine Gefährtin stets mit Küssen. Und Liebe geht bekanntlich auch durch den Magen: Wenn Shino gefüttert wird, schnappen sich Kus Tatzen immer ihren Anteil – der oft größer ausfällt als der der Hündin.

Der Stubentiger wird der Hündin nie von der Seite weichen und ihr weiterhin all seine Liebe geben. Shino wird den Rest ihres Lebens mit Demenz verbringen – aber dafür auch mit Kater Ku. 

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