Fahrerin frisiert Mädchen seit Tod der Mama täglich im Bus.

Der Verlust der Mutter hinterlässt eine große Lücke im Leben eines Kindes. Besonders im Alltag wird schmerzlich bewusst, wie viele kleine Dinge und Momente plötzlich unwiederbringlich fehlen: ein Streicheln über den Kopf im Vorübergehen, der ganz eigene Geruch der Mutter, den man überall auf der Welt wiedererkennen würde, der Klang ihres Lachens. All dies ist für immer fort. 

Isabella Fieri war erst 9 Jahre alt, als ihre Mutter vor 2 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstarb. Seitdem kümmert sich ihr Vater Philip alleine um Isabella und ihren Bruder. Der Mann aus Alpine im US-Bundesstaat Utah hat seine Tochter zu einem selbstständigen Mädchen erzogen, das sich um vieles selbst kümmern kann. Doch um ihr langes und dichtes kastanienbraunes Haar hatte sich immer ihre Mutter gekümmert und es liebevoll frisiert. 

„Anfangs habe ich ihr eine Kurzhaarfrisur geschnitten, weil ich nicht mit ihren Haaren umzugehen wusste, ich konnte es einfach nicht entwirren“, gibt Papa Philip zu.

Facebook/azfamily 3TV CBS 5

Seit die Haare wieder nachgewachsen sind, bindet Isabella ihre Haare täglich schnell zu einem Pferdeschwanz zusammen, bevor sie in den Schulbus steigt. 

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Aber eines Tages sieht die 11-Jährige, wie ihre Busfahrerin Tracey Dean einer Klassenkameradin Zöpfe macht. Die Schülerin nimmt all ihren Mut zusammen und fragt die Frau, ob sie ihr ebenfalls die Haare flechten würde. Die Busfahrerin willigt liebend gern ein. Seit diesem Tag nimmt das Mädchen fast täglich zwischen den Sitzreihen Platz, damit Tracey ihr kunstvoll die Haare frisieren kann. So wie es einst Isabellas Mutter tat. 

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„Für mich ist sie wie eine Mama“, sagt die junge US-Amerikanerin. „Ich bin immer gespannt auf den nächsten Tag, um zu sehen, was sie mir für eine Frisur macht.“ Tracey hingegen ist froh, mit einer kleinen Geste so viel Freude bereiten zu können.

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„Es macht mich glücklich, dass sie glücklich ist“, meint die blonde Frau. „Vor sieben Jahren wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert und eines der Dinge, die mir durch den Kopf gingen, war: 'Wer kümmert sich um meine Kinder?'“ Zum Glück konnte Tracey die Krankheit besiegen und ist nicht nur für ihren eigenen Nachwuchs da, sondern auch für die Schüler in ihrem Bus, die für sie wie eigene Kinder sind. 

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Weder den Lehrern, noch Isabellas Vater blieb verborgen, dass die Schülerin seit den Flechteinheiten im Bus viel selbstbewusster wirkt. „Tracey hätte das nicht tun müssen, aber sie hat trotzdem geholfen“, sagt Vater Philip. „Ich bin gerührt.“

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Dieser Bericht erzählt Isabellas Geschichte (auf Englisch): 

Nichts und niemand wird der 11-Jährigen jemals die Mutter ersetzen können. Aber Isabella hat nun einen der Momente wieder, die sie früher nur mit ihrer Mama geteilt hat. Allein das macht sie schon glücklich.

Quelle:

Mirror, Goalcast

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