Feuerwehr während Einsatz von streunendem Hund überrascht.

Im Norden von Kalifornien (USA) wütet seit Ende Juli dieses Jahres ein Großbrand, der flächenmäßig bereits alle vorherigen Brände übertrifft, die je in diesem Bundesstaat aufgezeichnet wurden. Das sogenannte „Mendocino Complex Fire“ betrifft ein Gebiet, das ungefähr 1.858 km² umfasst – dies entspricht in etwa der vereinigten Fläche Berlins, Hamburgs und Münchens. Aufgrund der schieren Größe des Feuers unterstützen Löschmannschaften aus anderen Bundesstaaten die ka­li­for­nische Feuerwehr.

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Auch Patrick Cullen, ein Feuerwehrmann aus Utah, war mehrere Wochen lang an der Eindämmung des Brands beteiligt. Bei einem seiner Einsätze wurde er gegen Mitternacht von einem unerwarteten Besucher überrascht – eine Begegnung mit ungeahnten Folgen:

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„Ich hatte den Eindruck, dass da etwas die Straße herunterkommt. Und dann sah ich nur zwei große Augen. Ich dachte: 'Ich und ein Puma, das wird spaßig'“, erzählt Patrick.

Glücklicherweise kam ihm kein wildes Tier entgegen, sondern ein junger Schäferhund. Der Vierbeiner grub in einer Schlammpfütze nahe dem Feuerwehrauto nach Wasser und schien Hilfe zu benötigen. Patrick und seine Kollegen zögerten nicht:

„Man sah ihm an, dass er schon lange allein unterwegs und sehr müde war. Er wirkte ziemlich schwach und durstig, weshalb wir ihm viel Wasser zu trinken gaben. Dann schlief er ungefähr drei Stunden unter dem Feuerwehrauto“, berichtet der junge Feuerwehrmann.

Patrick und seine Kollegen tauften den jungen Schäferhund „Mendo“ – in Anlehnung an das „Mendocino Complex Fire“. Die süße Fellnase wurde schließlich aus der Gefahrenzone gebracht und kam in ein lokales Tierheim. Patrick aber konnte Mendo nicht vergessen und erkundigte sich einige Zeit nach seinem Einsatz in Kalifornien, ob der Vierbeiner schon ein Zuhause gefunden hatte.

Schließlich erhielt Patrick einen Anruf von Mendos Tierheim: Niemand habe sich gemeldet, weshalb der Schäferhund zur Adoption freigegeben worden sei. Der junge Feuerwehrmann überlegte keinen Augenblick und erklärte, dass er Mendo adoptieren wolle. Am 26. August sahen sich die beiden wieder:

„Es war so herzergreifend. Mendo erkannte Patrick sofort wieder. Es gab keinen Zweifel, dass sie wirklich füreinander bestimmt sind“, erzählt eine freiwillige Tierschützerin, die bei der Übergabe dabei war.

Der Großbrand im Norden von Kalifornien ist auch mehr als zwei Monate nach seinem Ausbruch immer noch nicht vollständig eingedämmt und hat sogar einen Menschen das Leben gekostet. Es war ausgerechnet einer von Patricks Kollegen, den auch Mendo noch kennengelernt hatte. Nicht nur deshalb wird zwischen den beiden für immer ein besonderes Band bestehen.

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